Gelungene Vernissage: Margit Piffer “Vielschichtig”

Margit Piffer und Peter Tomschiczek

Aktzeichnungen und Abstraktes

Margit Piffer kam aus Tirol angereist, im Gepäck eine Vielzahl von Gemälden und Zeichnungen. Auf keines der Bilder habe sie verzichten mögen, erklärt die Künstlerin ihre umfangreiche Auswahl. Und so ist die Hängung im Atelier des alten Feuerwehrgerätehauses zwar kompakt, aber sie funktioniert. Jedes Bild hat genug Platz zu atmen, wird nicht von den anderen Gemälden erdrückt. Im Gegenteil scheinen sich die Bilder gegenseitig zu befruchten.

 

Laudatio von Waltraud Larcher

Die Besucher der Vernissage mit dem bezeichnenden Titel “Vielschichtig” erwartete am 21. Oktober also eine umfangreiche Ausstellung. Waltraud Larcher hielt die Laudatio und betonte Piffers bemerkenswerte Vielseitigkeit. Ihr Werk erstrecke sich über Aktzeichnungen bis zur abstrakten Malerei. Piffers Akte, fuhr sie fort, “zeugen von einer intensiven Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der Menschendarstellung. Das Körperliche wird in Spannung gebracht mit unterschiedlicher Lichtgestaltung, unterlegt von tiefstem Schwarz oder Weglassen von Körperpartien.” Die Ausstellung zeigt aber auch, dass Piffers Werk über Formreduzierung und Formauflösung immer mehr zur reinen Abstraktion führt.

 

Peter Tomschiczek begeistert: “Margit Piffer hat verstanden!”

Auffallend viele Kunstsammler fanden sich zur Vernissage ein, begutachteten Piffers Werke mit Kennerblick, verweilten vor den Bildern und diskutierten diese. Auch der große Peter Tomschiczek beehrte die Vernissage mit seinem Besuch. Er sei stolz auf Piffer, erklärte er: Ihr Können habe sich kontinuierlich entwickelt, sie “hat es verstanden!”, so seine ebenso knappe wie präzise Einschätzung. Wer den eher wortkargen Künstler kennt, weiß, welch Anerkennung solch ein Satz bedeutet. Nur zu oft musste Tomschiczek erleben, wie junge Künstler mit einer Menge Ehrgeiz nicht dazu in der Lage waren, kritische Ratschläge umzusetzen und für ihre Kunst zu nutzen. Margit Piffers Fähigkeiten dagegen reiften unter dem Blick des Meisters. Die Künstlerin hat sich inzwischen international einen Namen gemacht und stellt schon seit Jahren in vielen Ländern Europas aus.

Ausstellungsdauer: 27.10.-11.11.

Vom 27. Oktober bis zum 11. November sind Piffers aktuelle Werke samstags und sonntags zwischen 14 Uhr und 18 Uhr in der Galerie des alten Feuerwehrgerätehauses zu sehen.