Max Mannheimer Kulturtage

1. Max Mannheimer Kulturtage
Bad Aibling

vom 26. Januar bis zum 11. Februar
#MiteinanderErinnern
In einem gemeinschaftlichen Projet mit der VHS Bad Aibling und der Stadtbücherei Bad Aibling richten wir in diesem Jahr zum ersten mal die die Max Mannheimer Kulturtage aus.
Der Bad Aiblinger Schauspieler und Regisseur Michael Stacheder gab den Anstoß für die Veranstaltungen zum Thema “Miteinander Erinnern” (#MiteinanderErinnern)
Die Kulturtage sollen interessierten Bürgern verschiedene Möglichkeiten zur Information, Diskussion und Auseinandersetzung mit verantwortungsvoller Geschichte – und somit auch zur politischen Bildung Beitragen.
Dass auch Kunst ihre politische Seite hat ist unbestritten – man denke nur an Namen wie John Heartfield, Otto Dix oder Käthe Kolwitz
Das künstlerische Erbe Max Mannheimer ist aber ein anderes.
Mannheimer, der die Konzentrationslager Auschwitz und Dachau überlebte, fand in der Malerei eine Form des Ausdruckes die ihn sein Leben lang begleiten sollte.

Wider das Vergessen
Bilder von Max Mannheimer

ist der Titel der Ausstellung in der Galerie im alten Feuerwehrgerätehaus
vom 27. Januar bis zum 11. Februar
Öffnungszeiten:  jeweils samstags und sonntags, 14.00 – 18.00 Uhr

Eröffnung und Vernissage

Die Eröffnungsveranstaltung findet am Freitag den 26. Januar um 20 Uhr ebenfalls in der Galerie statt.
Bürgermeister Felix Schwaller wird die Max Mannheimer Kulturtage eröffnen.
Programm:
Kurze Lesung aus Texten von Max Mannheimer – Michael Stacheder
Einführung: Christine Stettner, Kunsttherapeutin
Musikalischer Rahmen: LifveChords

Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Max Mannheimer Kulturtage

Vortrag und Gespräch, vhs-Haus, Vortragsraum

“Ihr seid nicht verantwortlich für das, was passiert ist. Aber Ihr seid verantwortlich für die Zukunft”
Vortrag: Dr. Eva Hoegner, Eva Faessler

Im Alter von 22 Jahren war Mannheimer zusammen mit seinen Eltern, seiner Schwester Käthe, zwei seiner Brüder und seiner Ehefrau Eva zunächst in das Konzentrationslager There-sienstadt, dann nach Auschwitz deportiert wor-den. Max und sein Bruder Edgar waren die beiden einzigen Familienmitglieder, die Ausch-witz überlebten. 1944 kamen Max und Edgar nach Dachau und mussten in Karlsfeld und Mühldorf Zwangsarbeit leisten, bis sie 1945 von den Amerikanern befreit wurden.

Der Tod von Max Mannheimer im September 2016 trifft uns schwer. Wie wird eine Zukunft aussehen ohne Menschen wie Max Mann-heimer, die mahnen, erzählen, ihre Zuhörer in ihren Bann ziehen, wie er es getan hat? Wie gestalten wir in Zukunft Erinnerungsarbeit?
Nach dem Vortrag von Frau Dr. Hoegner zur Lebensgeschichte Max Mannheimers werden wir uns diesen Fragen annähern.
Frau Dr. Eva Hoegner ist Mitarbeiterin der “Weiße Rose Stiftung e. V.” an der Ludwig-Maximilian-Universität, München.

Frau Eva Faessler, die Tochter von Max Mannheimer, beantwortet Fragen der Zuhörer und steht zusammen mit Frau Dr. Eva Hoegner für weitere Gespräche zur Verfügung.

Begrüßung: Kulturreferentin Elisabeth Geßner
Karten an der Abendkasse
Mittwoch, 31.01.18, 19.30 Uhr, Vortrag und Gespräch, vhs-Haus, Vortragsraum
Euro 8, freier Eintritt für Schüler

Lesung, Stadtbücherei

Max Mannheimer: Spätes Tagebuch
Theresienstadt – Auschwitz – Warschau – Dachau
Michael Stacheder

Max Mannheimer hat durchlitten, was einem Menschen in dem von den Deutschen entfesselten Inferno zustoßen konnte: Demütigung, Vertreibung, Internierung im Ghetto, Tod fast der ganzen Familie in der Gaskammer, Arbeitslager und KZ, Hunger, Krankheit und Misshandlung. Wie durch ein Wunder hat er die Hölle überlebt. Mannheimer sprach lange nicht über das, was er erlebt hatte. Erst als er irrtümlich seinen Tod nahe glaubte, entschloss er sich für die Nachgeborenen das Erlittene festzuhalten. 1983 erschien erstmals Mannheimers “Spätes Tagebuch”, aus welchem der Schauspieler und Regisseur Michael Stacheder lesen wird.

Begrüßung: Kulturreferentin Elisabeth Geßner
Karten an der Abendkasse
Mittwoch, 07.02.18, 20.00 Uhr, Lesung, Stadtbücherei, Marienplatz 1
Euro 8, freier Eintritt für Schüler