Kunstverein - Bad Aibling

 
 
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  Programm - Archiv - Retrospektive: Aziz Raza und Hermann Urban

  Retrospektive: Aziz Raza und Hermann Urban - 21. Januar bis 20. Februar

Hermann Urban Das Bad Aiblinger Kunstjahr 2005 begann am 21. Januar mit der gemeinsamen Retrospektive des Kunstvereins und der Galerie »Villa Maria« von Werken der Maler Hermann Urban und Aziz Raza. In der Galerie des Kunstvereins im »Alten Feuerwehrgerätehaus« sind die Raza-Bilder ausgestellt, in der Galerie »Villa Maria« die Arbeiten von Prof. Hermann Urban. Die Ausstellung dauer noch bis einschl. 20. Februar. Es ist kein Zufall, dass beide Maler gleichzeitig präsentiert werden: Aziz Raza, 1938 in München geboren und von 1972 bis zu seinem Tode in Bad Aibling lebend, war der Großneffe des Malers und Maltheoretikers Prof. Hermann Urban und widmete sich als Künstler und Restaurator ganz dessen Vermächtnis. Der Aiblinger Kunstverein, bei dem Raza Mitglied war und hier viele Jahre im Vorstand, hat sich intensiv um diese Ausstellung bemüht, um vier Jahre nach dessen Tod den Künstler mit einer Retrospektive zu ehren. Die Ausstellung kommt mit Unterstützung der beiden Aiblinger Maler Heidi Muggli und Peter Tomschiczek zustande (und auch durch die bereitwillige Hilfe von Kunstfreunden und der Galerie des Marktes Bruckmühl, die Bilder des Künstlers zur Verfügung stellten). Hermann Urban wurde 1866 als Sohn einer Opernsängerin und eines Aiblinger Zahnarztes in New Orleans geboren. 1867 zog die Familie nach München, Hermann begleitete oft seine Mutter auf ihre weltweite Tourneen oder lebte bei den Großeltern in Aibling. Ermuntert durch Wilhelm Leibl besuchte er die Münchner Kunstakademie und gehörte zum Kreis um Franz von Stuck. Seit der Jahrhundertwende war er einer der großen Maler der Münchner Kunstszene mit Ausstellungen in ganz Europa. Bekannt sind seine bayerischen und italienischen Landschaftsbilder. 1944 übersiedelte er nach Aibling, war Mitbegründer des Künstlerstammtisches mit Leo von Welden, Sepp Hilz, Brynolf Wennerberg und Hans Müller-Schnuttenbach. Eine herausragende Stellung nahmen seine maltechnischen Forschungen ein – hier vor allen die Weiterentwicklung der antiken Technik der Enkaustik. Bis zu seinem Tod 1948 arbeitete er am Manuskript zum Buch »Der Malgrund«. Sein Großneffe Aziz Raza nahm die Arbeit an seinem unvollendeten Lebenswerk wieder auf. Leider konnte auch dieser das Werk bis zu seinem Tod 2001 nicht mehr veröffentlichen. Zur Ausstellung ist ein kleiner Katalog erschienen. Öffnungszeiten: Mittwoch 11 bis 13 und 18 bis 20 Uhr, Samstag/Sonntag 14 bis 18 Uhr. Veranstalter: Stadt Bad Aibling, AIB-KUR GmbH & Co. KG, Galerie »Villa Maria«, Kunstverein

HERMANN URBAN
Hermann Urban wurde 1866 in New Orleans (USA) als Sohn der weltberühmten Opernsängerin Alice Fleury geboren. 1867 Umzug nach Bad Aibling, er wächs bei seinen Großeltern in der Sonnenstraße auf. 1884: Tierarzt Reindl führt Wilhelm Leibl in die Familie Urban in Bad Aibling ein. Zusammen mit Ernst Zimmermann setzt sich Leibl dafür ein, Urban – dessen erste Malversuche er lobt – auf die Münchner Kunstakademie zu schicken. 1885-86: Urban malt mit Raeders, Doerner, Anetsberger, Wirkner, Hetze und Roßmann in Neubeuern – aus diesem Kreis erfolgt später die Gründung der Malerkolonie Törwang. 1886: erstes Atelier in der Münchner Amalienstraße. 1887-90: Schüler von Johann Caspar Herterich und Wilhelm von Diez an der Kunstakademie. 1890 besucht Franz von Lenbach Urban in seinem Atelier. 1891-97: Atelier in der Nymphenburger Straße. Nicht weniger als 5 Prinzessinnen und 2 Prinzen tragen sich an einem Tag in sein Atelierbuch ein. 1892/94 Italienreise, 1894: Urban wird Schüler von Arnold Böcklin in Florenz. 1897: Gründungsmitglied der Luitpoldgruppe. 1899/1901: 1.+2. Goldene Medaille Int. Kunstausstellung Dresden bzw. München. 1908: Ernennung zum Professor h.c. durch Prinzregent Luitpold. 1914 Ägyptenreise, 1918: Vorsitzender des Künstlerrates in München. Wanderausstellung mit 53 Bildern durch Deutschland. 1936: Beginn des Manuskripts »Der Malgrund«. 1944: Zerstörung des Münchner Ateliers (Unmengen Bilder u. Unterlagen wurden vernichtet, weitere 41 Bilder gestohlen). Übersiedlung nach Bad Aibling. 1945 Gründung des Künstlerstammtisches im Bad Aiblinger Café Rupp mit Leo von Welden, Sepp Hilz, Brynolf Wennerberg und Hans Müller-Schnuttenbach. 1947: Manuskript »Der Malgrund« abgeschlossen. Hermann Urban verstarb am 2. August 1948 in Bad Aibling.

Aziz RazaAZIZ RAZA
Azis Raza wurde am 7. Oktober 1938 als Großneffe des Münchner Malers und Maltheoretikers Professor Hermann Urban geboren. 1965 nahm er die Forschungsarbeit an dessen unvollendetem Hauptwerk »Der Malgrund« wieder auf. Das Vermächtnis Urbans prägte die Bildsprache Razaz, die von Landschaftseindrücken zahlreicher Reisen beherrscht wurde. Besonders bei der Weiterentwicklung der antiken Enkaustik, einer Maltechnik mit geschmolzenem Bienenwachs, beschritt Aziz Raza neue, eigene Wege. Die technische Problembewältigung blieb deshalb bei ihm stets mit dem künstlerischen Anliegen verbunden. Ab 1972 bis zu seinem Tod im Jahr 2001 lebte Aziz Raza in Bad Aibling als freischaffender Künstler und Restaurator. Ausstellungsbeteiligungen (Auszug): Jahresausstellungen Rosenheim, Bad Aibling, Große Kunstausstellung Wasserburg, Haus der Kunst (München) ... Einzel-/Gruppenausstellungen (Auszug): Bad Aibling, Rosenheim, Lazise (Italien) ... Aziz Raza war Mitglied des Kunstvereins und hier viele Jahre im Vorstand tätig.


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