Als Künstler des 21. Jahrhunderts aus Berlin stellt Michael Gatzke sich in der Ausstellung „Was heißt schon fertig?“ im Kunstverein Bad Aibling der Herausforderung, in einer Epoche zu arbeiten, in der neue Medien und partizipative Ansätze zu den treibenden Größen künstlerischer Blockbuster avancieren. Dennoch betrachtet er die Malerei nicht als „erschöpfte Kunstform“, sondern als lebendiges Medium, das auch heute noch Raum für persönlichen Ausdruck sowie kreative Innovation bietet.
Gatzkes Arbeiten beginnen mit Farbflächen – von ihm auch gern als „gefühlte Landschaften“ bezeichnet – sowie mit der Verwendung ikonischer Fotografie als Collage. Das Verweben dieser starken Kontraste zwischen detailliert Figürlichem und abstrakter Umgebung schafft eine neue, symbiotische Sichtweise, bei der die Summe mehr ist als die Teile. Jede Komposition trägt eine narrative Dimension in sich, die den Betrachter in einen Bildraum führt, der atmosphärisch und emotional aufgeladen ist.
Die Werke bleiben bewusst offen für Interpretationen und laden den Betrachter dazu ein, seine eigene „Homestory“ zu entdecken. Die Titel der Arbeiten dienen lediglich als Hinweise; Gatzke glaubt an die Kraft des Rätselhaften und Unvorhersehbaren, das es in persönlicher Herangehensweise auszuloten gilt.
Galerie im Alten Feuerwehrgerätehaus, Vernissage am 8. März um 19 Uhr, geöffnet bis 5. April, Info samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr. Infos: www.kunstverein-bad-aibling.de
