Vernissage Michael Gatzke im Kunstverein Bad Aibling

Mit einem informativen und gut gelaunten Dialog eröffneten Vorstandsmitglied Christine Schönmetzler und der Maler Michael Gatzke die Ausstellung „Was heißt schon fertig?“ Das interessierte Publikum erfuhr Wissenswertes über die Person Gatzkes, seine Kunst und wie er sie Bild für Bild entwickelt. Gatzke wurde in Köln geboren, lebt und arbeitet seit langem in Leverkusen. Sein Weg zum freischaffenden Künstler erfolgte im zweiten Anlauf, zunächst studierte er Jura, legte sein zweites Staatsexamen ab und arbeitete bis zum 57. Lebensjahr als Jurist.  Dann wollte er seinem Leben einen neuen Kick geben, legte den Talar beiseite und studierte Kunst mit Abschluss des Bachelor of Fine Arts an der Alanus Hochschule in Bonn. Seitdem malt Gatzke großformatige Bilder, aufwendig im Entstehungsprozess und rätselhaft im Inhalt.

24 dieser ausladenden  Bilder füllen den Raum im Alten Feuerwehrgerätehaus, der wie geschaffen für Gemälde dieser Abmessungen ist. Mit mehreren Acrylschichten in pastelligen oder kräftigen Farben füllt er die Leinwandfläche mit pastosem Auftrag und lässt es zu, dass die Farbe und der darüber aufgetragene Lack mehrfach einreißen. 

Die sorgfältig aufeinander abgestimmten Farben ergäben schon alleine vollständige Bilder, aber dann setzt Gatzke in jedes Bild im unteren Drittel Personengruppen. „Was heißt schon fertig?“

fragt der Titel der Ausstellung augenzwinkernd. Wie diese Personengruppen aufgebracht werden und wie sie zueinander stehen,  ist eine Aufgabe für den Betrachter. Spannend allemal!

Zu sehen bis zum 5. April im Alten Feuerwehrgerätehaus, Kunstverein Bad Aibling, Irlachstraße 5, Bad Aibling, Email: kontakt@kunstverein-bad-aibling.de, Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag 14-18 Uhr